Elspe. Indien – das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung auf der Erde nach China, weckt in vielen von uns den Traum von einem faszinierenden Land mit Urwäldern, unendlichen Stränden, großen Städten, wilden Tieren und großartigen Landschaften… das ist sicher eine Seite der Medaille – aber auf dem riesigen Territorium gehören leider auch bittere Armut, fehlende Bildung und das immer noch spürbare Kastenwesen zum Alltag. Für die Ärmsten der Armen setzen sich seit nunmehr 20 Jahren Christa und Karl-Josef Simon aus Elspe persönlich ein.
Sie haben viel erreicht: Ein Krankenhaus wurde dank ihrer Hilfe gebaut, ebenso eine ambulante Krankenstation (die mittlerweile auch Kranke stationär aufnimmt). Außerdem ein großes Haus für die Unterrichtung von Kindern und Frauen, drei Rehabilitationshäuser und ein Waisenhaus, das sich sich zurzeit im Bau befindet.
Vor Ort werden alle Aktivitäten vom Provinzialat der Daughters of Mary in Tamil Nadu begleitet. Die Schwestern des Ordens kümmern sich um die vielen Menschen und Jugendlichen, damit gewährleistet ist, dass sie etwas lernen und Essen bekommen. Unzählige Kranke müssen versorgt und behandelt werden; in Indien gibt es kein Sozialversicherungssystem wie  in Deutschland. Wer also seinen anstehenden Aufenthalt im Hospital nicht bezahlen kann, wird schlicht und ergreifend nicht aufgenommen. Auch für diese Patienten versucht man entsprechende Räumlichkeiten zu erwerben oder neu zu bauen.
„Eine nicht immer einfache Aufgabe. Es fängt wirklich oftmals bei Null an“, so die Simons. Etwa 250 Patenkinder konnten so in den letzten Jahren vermittelt werden.
20 Euro im Monat reichen pro Kind aus
Für einen kleinen monatlichen Obolus von 20 Euro bekommen die Kinder Schulbildung, eine berufsbezogene Ausbildung beziehungsweise landwirtschaftliche Grundkenntnisse mit auf den Weg. Für Ernährung und Kleidung ist dann auch noch gesorgt.
Einen Großteil der Energie stecken die Simons nun in die Fertigstellung eines Waisenhauses. Durch die Bildungsmaßnahmen können sie dann eines Tages auf eigenen Beinen stehen und ihren Lebensunterhalt bestreiten. Es werden also noch dringend weitere Pateneltern gesucht. „Die  Spendenmittel kommen zu 100 Prozent den Bedürftigen zugute“, versichern die Simons. Ihre private Initiative ist inzwischen in eine Stiftung umgewandelt worden. Alle Vorstandsmitglieder der Stiftung und die Helfer arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich.
Wer weitere Informationen benötigt, kann sich mit Christa und Karl-Josef Simon in Verbindung setzen, Tel.  02721/3560. Unter dem Stichwort Indienhilfe Simon (IBANDE23462516300024070351 Sparkasse ALK) werden noch dringend weitere Spenden benötigt, um alle anstehenden Projekte gestemmt zu kriegen.indienhilfekl