Sporke/Hespecke.
Der Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro hat auch im kleinen Sporke Spuren hinterlassen. Drei junge Sporker, Lukas Schulte, Laura Schulte und Hubertus Quinke haben zwei Wochen in Rio verbracht, eine ganz andere Welt kennengelernt und mit der Tradition des Neujahrssingens Hilfe nach Brasilien gebracht.
Im Rahmen des Weltjugendtages haben sie an verschiedenen Orten in und um Rio in Gastfamilien gelebt und einige Tage bei der Brasilieninitiative Avicres in Nova Iguaçu verbracht.
Avicres ist in Lennestadt nicht unbekannt, das Gymnasium der Stadt Lennestadt fördert seit mehreren Jahren die Projekte, mehrere Schüler haben bereits ein Auslandsjahr in Nova Iguaçu verbracht, zurzeit ist die Elsperin Carina Duwe dort.
Avicres ist eine portugiesische Abkürzung und bedeutet übersetzt: Gemeinschaft für das Leben, damit es wachse in Solidarität.
Arbeiteten mit denen, „die keiner will“
In verschiedenen Projekten arbeitet die Organisation mit denen, „die keiner will“. So gibt es Kindertagesstätten und Tagesheime für Kinder von null bis 18 Jahren, um sie von der Straße zu holen oder vor einem Leben auf der Straße zu bewahren, ein Heim für verlassene und misshandelte Mädchen, eine Landwirtschaftsschule, eine Bäckerei, eine Werkstatt für Schmuck- und Kunsthandwerk, eine Gesundheitsstation mit Apotheke in denen die Armen zu einem symbolischen Preis behandelt werden. Die Sporker haben diese Projekte vor Ort kennengelernt und waren beeindruckt.spende sporke 22.01.14 002kl
So beeindruckt, dass sie beschlossen haben zu helfen und ihre Freunde überredet haben, den Erlös des traditionellen Neujahrssingens an Avicres zu spenden. Zur Spendenübergabe kamen Avicres Gründer Johannes Niggemeier und die Vorsitzende der deutschen Avicres Karin Herting nach Sporke. 602,83 Euro sind zusammengekommen, „damit können wir eine Erzieherin drei Monate lang bezahlen“, so Niggemeier. Er ist begeistert, dass „in diesem kleinen Dorf eine solche Initiative entstanden ist, als Folge des Weltjugendtages“ und richtete seinen Dank an eine „Gruppe von jungen Leuten, die so etwas sind wie Feuer“.