Von Artur Seidenstücker
Elspe.
Bereits zum zweiten Mal hatte der Musikverein Elspe Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten ins heimische Elspe eingeladen. Die Elspe-Festival-Halle war mit 1000 Gästen und gespannter Dinge wartete das Publikum auf das sich anbahnende Konzertereignis.
Es wurde wahrlich nicht enttäuscht. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Ralf Schulte zogen die Musiker und der Chef Hutter ein. Bereits zum Auftakt hatten die blenden aufgelegten Volksmusiker das Publikum in ihren Bann gezogen.
Die Begrüßung und die Moderation übernahm in gekonnter Weise Edi Graf (freier Moderator beim SWR); auch er versprühte gute Laune pur und verglich den Elsper Wilden Westen mit dem inszenierten Sternenzelt mit der Heimat der Egerländer Musikanten. Stolz verwies er in diesem Zusammenhang auf das Konzert und die Reise ins Egerland vor einiger Zeit. War es Ernst Hutter und seinen Ergerländer Musikanten doch gelungen, ein Konzert und eine Tournee bei den tschechischen Nachbarn im durchzuführen. Gesanglich immer wieder gern zu hören und zu sehen - das Gesangsduo der Egerländer Katharina Praher und Nick Loris.
Ernst Hutter, seit über 25 Jahren dabei, zeigte sein Können als Posaunist, Tenorhornspieler und auch noch als Sänger. Interessant war die Bogenspannung von dem unvergessenen Ernst Mosch, der seine Anfänge auch in der Jazz- und Big-Bandmusik hatte bis zu den neu komponierten Werken von Hutter.
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Ein besonderer Leckerbissen war die Solistenparade, wo er zunächst am Zuginstrument Posaune und später dann am Tenorhorn zu überzeugen wusste. Auch die anderen Sätze seines Orchesters glänzten mit Soloeinlagen. Interessant hier auch die Big-Band-Musik, welche bei dem ein oder anderen Stück eingestreut wurde. Die Zeit verging wie im Flug und so konnten sich die Gäste schon auf die zweite Halbzeit freuen, die einem Feuerwerk glich, Angefangen vom Montana - Marsch, der Löffelpolka, dem Astronautenmarsch bis hin zur Schützenfesthymne Vogelwiese lies Hutter keine Wünsche offen, und erst nach etlichen Zugaben und der Vorstellung der Musiker durch Edi Graf, der alle Aktiven mit Westernhelden verglich, durften die Egerländer das Feld räumen. Anschließend gingen etliche Besucher noch in den benachbarten Saloon um bei den Klängen der Original Kapelle Sauerklang den Abend ausklingen zu lassen. Es bleibt nur zu hoffen, dass Ernst Hutter und seine Musiker bald wieder den Weg ins Sauerland finden um weiterhin ihre Lebensfreude musikalisch zu verbreiten. Ein großartiger Abend, mit echter Musik.
Ein Heimspiel war das Event übrigens für den Grevenbrücker Patrick Raatz. Er gehört seit einiger Zeit dem Orchester an und ist den Blasmusikfreunden im Kreis Olpe unter anderem als Dirigent des Dünscheder Musikvereins bestens bekannt.